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Dr. med. Rainer Scheibling
Dr.-med.-Rainer-Scheibling


Geboren wurde er Mitte des letzten Jahrhunderts im Juni 1951, und zwar um ein Haar in der damals sehr holprigen Straßenbahn der Linie 12, im zweiten Anhänger.
Aber Mutter schaffte es so gerade eben noch unter Wehen von Ratingen in das Luisenkrankenhaus in Düsseldorf. Glückliche Kindheit, bis auf die üblichen lästigen Streitereien mit den  5 Geschwistern.

Als Schüler in der Montessori – Grundschule am Farnweg einer der Besten, auf dem Max – Planck – Gymnasium dann einer der Schlechtesten. Nach der 7ten Klasse warf man ihn endgültig raus. Dann ging es wieder deutlich bergauf, private Abendschule ( „Kaffee-Halbach“), mit Aushilfsjob vormittags in der Pommesbude.

1971 dann das Abitur. Geschafft! - Aber was nun? Als Kind wollte er ja immer Straßenbahnfahrer werden (Ursache s. oben). Jetzt aber hätte Rainer gerne etwas medizinisches studiert – wurde aber immer ohnmächtig, wenn er Blut sah, und der Notendurchschnitt lautete 3,5 (!).

Alsdann 1972 der Sprung ins kalte Wasser und die  Ausbildung zum Krankenpflegehelfer, anschließend mit viel Freude im Team Tag- und Nachtdienste auf der medizinischen Intensivstation „Gruppe 12“ in der Diakonie in Kaiserswerth.

Eine Zeit, von der er übrigens später ausgesprochen profitieren sollte. Das Problem mit dem Kann-kein-Blut-sehen war mithin gelöst; nicht jedoch das des Notendurchschnitts. Nach genau 5 Jahren, 10 Bewerbungen bei der ZVS und ebensoviel Ablehnungen wegen mangelnder Eignung war er die Warterei satt: klagte vor Gericht und erhielt einen Studienplatz an der Ruhr – Universität in Bochum.

Wechselte später zur Heinrich – Heine – Universität in Düsseldorf und konnte das Studium Ende 1983 mit der Approbation abschließen- was dann zufällig ziemlich genau mit der Geburt der Tochter Amélie zusammenfiel. Am 1.1.1984 startete er als Assistenzarzt in der Kinderklinik des Florence–Nightingale– Krankenhauses Düsseldorf unter Prof. Dr. von Voss.

Die Prüfung zum Arzt für Kinderheilkunde am 15. Juni 1989 verpasste er um ein Haar- an diesem Tag weilte Michail Gorbatschow in Düsseldorf. Arbeitete in der Kinderklinik so nach und nach in allen Abteilungen, wurde immer wieder mal befördert und durfte sie zum Schluss als kommissarischer Chefarzt drei Monate lang leiten. Auch eine Erfahrung.

Tochter Amélie und Ehefrau Brigitte sah er in dieser Zeit leider nicht so oft. Doch eigentlich wollte er eine eigene Praxis, und so übernahm er am 1.Oktober 1991 die Kinderarztpraxis am Heideweg 1. Diese war dort in den 60ern von dem sehr beliebten Dr. Domdey gegründet worden.

Drei Jahre später wuchs ihm die Arbeit über den Kopf, und so gründete er zusammen mit seiner ehemaligen Klinik-Kollegin Frau Dr.med. Hanna Wallenstein die Erweiterung zur Gemeinschaftspraxis. Nun hatte er auch endlich etwas Zeit, seine damals schon begonnene Doktorarbeit zu beenden und promovierte 1995 mit einem leider eher traurigen Thema zum Dr.med.: Die Auswirkungen kriegerischer Handlungen auf Kinder und Jugendliche in Afghanistan 1979 – 1990(…).

Schon 2001 musste Frau Dr. Wallenstein ihren Beruf leider wegen einer schon länger fortschreitenden chronischen Erkrankung endgültig aufgeben und schied aus der Praxis aus. Kurz darauf  hatte er das große Glück, mit der Kinder- und Jugendärztin Frau Andrea Nickel eine neue Kollegin zu finden, mit der er sich vom ersten Tag an ohne große Worte verstand und bis heute versteht.

Aber, wie heißt das, aller guten Dinge sind Drei: am 1. April 2008 gesellte sich nun auch noch Frau Dr. Monica Naujoks dazu. Eine einmalige Kollegin, und siehe da, auch diese Konstellation passte wie angegossen. Was nicht mehr passte, waren die jetzt viel zu kleinen Praxisräume am Heideweg 1. Sie suchten und fanden das Haus am Vogelsanger Weg 1- übrigens ein ehemaliges Kino.

Zwei Ärztinnen, ein Arzt .... passt nicht. Was ein Glück, daß der Kinderarzt und Neonatologe Herr Dr. Christian Nonhoff von der Dorstener Straße noch zu den dreien fand, und Dr. Scheibling endlich männliche Verstärkung erhielt! Und, so ganz nebenbei, eine wunderbare menschliche und fachliche Bereicherung. Das war dann am 1. Oktober 2009 die gar nicht traurige Beerdigung der Praxis Dr. Scheibling/Nickel/Naujoks, und die fröhliche Geburt des KinderarztZentrums KIZ !


Ja, und der private Rainer Scheibling? Die Tochter Amélie arbeitet mittlerweile als Modedesignerin (...hat sie nicht vom Papa...). Er selbst Ist seit 2005 mit seiner zweiten Ehefrau Martina verheiratet, die ihm als Sozialpädagogin auch so manch guten Tipp für die Praxis geben kann. Hört gerne (etwas ausgefallene) Musik, mag Tiere, fährt gerne Fahhrrad, aber  das schönste und wichtigste Hobby sind die Pferde und natürlich das Reiten.

Und er freut sich auf noch einige schöne Jahre mit seiner Familie, seinem tollen KIZ - Team und seinen fantastischen großen und kleinen Patienten!